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Veronica Mars

USA, 2004–2007, Drama. Ca. 43 Minuten pro Episode. 22 Episoden in der ersten und zweiten, 20 in der dritten Staffel.

TV-Ausstrahlung

In den USA sind alle drei Staffeln ausgestrahlt worden. Die Serie wurde danach nicht verlängert.

In Deutschland war die erste Staffel seit dem 1. April 2006 samstags um 14:15 Uhr im ZDF zu sehen. Nach vielen ausgefallenen Folgen auf diesem Sendeplatz läuft sie nun in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegen ein Uhr. Dieselbe Taktik zur Vermeidung von Zuschauern hatte das ZDF schon erfolgreich bei den Sopranos getestet.

Inhalt

Die 17-jährige Veronica Mars (Kristen Bell) lebt in der kalifornischen Kleinstadt Neptune, wo sie auch die örtliche High School besucht. In Neptune existiert ein starkes soziales Gefälle – ein Teil der Bevölkerung ist sehr reich, der Rest arbeitet größtenteils für den reicheren Teil. Diese Zweiklassengesellschaft läßt sich auch an der High School wiederfinden.

Veronica, intelligent, schlagfertig und attraktiv, hatte dort ein angenehmes Leben, Freunde und war glücklich an Duncan Kane (Teddy Dunn) vergeben, den Bruder ihrer besten Freundin Lily Kane. All das änderte sich, als Lily ermordet aufgefunden wird. Veronicas Vater Keith Mars (Enrico Colantoni) stellt in seiner Funktion als Sheriff ein paar unangenehme Fragen, die viele Leute gegen ihn aufbringen. Bei der nächsten Wahl verliert er sein Amt als Polizeichef, und auch Tochter Veronica wird sozial geächtet.

Die beiden bleiben in der Stadt, Keith eröffnet ein Detektivbüro und Veronica macht sich mit ihrer neuen Außenseiterrolle vertraut. Duncan, Lilys Freund Logan Echolls (Jason Dohring) und all die anderen angesagteren Jugendlichen wollen jedenfalls nichts mehr mit ihr zu tun haben. Einen Freund findet sie im neu in der Stadt angekommenen Wallace Fennel (Percy Daggs III). Weevil (Francis Capra), Anführer einer Bikergang, ist ihr ebenfalls freundschaftlich verbunden.

Veronica hilft ihrem Vater bei seiner Detektivarbeit, nimmt aber auch selbst Fälle an, denn ihre High-School-Mitschüler wissen um ihre investigativen Fähigkeiten. Neben den wechselnden Aufträgen untersucht sie aber auch das Geheimnis um den Tod ihrer Freundin. Schließlich gilt es noch, den Verbleib von Veronicas Mutter zu klären, die seit Lilys Tod verschwunden ist. Und was ist auf jener Party passiert, bei der Veronica am nächsten Morgen ohne Erinnerung an die Geschehnisse der letzten Nacht aufgewacht ist – wurde sie vergewaltigt?

Kommentar

Diese intelligente Serie setzt sich trotz gängiger Grundthemen wie Schulalltag und Detektivgenre wohltuend vom Serienallerlei ab. Dazu trägt zunächst der Mikrokosmos der Kleinstadt Neptune bei, der trotz idyllischer Fassade eine bunte Mischung bietet – arm und reich, berühmt und unbekannt, attraktiv und nicht ganz so attraktiv, aber vereint durch die Vielzahl dunkler Geheimnisse, die Mars & Tochter nach und nach aufdecken dürfen.

Die Mischung aus humorvollen, cleveren Dialogen und durchaus ernsten Schilderungen der menschlichen Abgründe gelingt in fast allen Folgen. Alle Protagonisten kennen sich, mögen sich oft nicht, sind aber voneinander abhängig, insbesondere von den Fähigkeiten und Diskretion der Marsdetektei. Und alle sind sie verdächtig, die lebenslustige Lily ermordet zu haben. Geschickt wird der Fall der Woche mit den episodenübergreifenden Geheimnissen kombiniert. Alles wird nur der Zuschauer verstehen, der auch alle Folgen sieht.

Prominente Gaststars runden die Serie ab. Insbesondere die Auftritte der erklärten Veronica-Mars-Anhänger Kevin Smith und Joss Whedon in der zweiten Staffel weisen darauf hin, daß sich niemand schämen muß, zu den Zuschauern dieser „Teenieserie“ zu gehören. Neben Whedon finden sich auch zwei Darstellerinnen aus seinem Buffyverse in der Serie wieder.

Manch ein Rezensent hat den Vergleich zwischen Veronica Mars und Buffy Summers gezogen. Beide sind klein, süß und blond, aber auch intelligent und hartnäckig und klären Fälle für die Mitschüler an ihrer jeweiligen kalifornischen High School auf. Nur auf den Höllenschlund und das übernatürliche Getier muß Neptune verzichten. Böse Zungen könnten als weitere Gemeinsamkeit hinzufügen, daß die Schüler auf beiden High Schools eher wie Mittzwanziger wirken. Nun ja. Kritisch muß auch angemerkt werden, daß das Dickicht an Geheimnissen und Intrigen selbst für den treuen Zuschauer bisweilen etwas arg dicht wird.

Titellied der Serie ist „We Used To Be Friends“ von The Dandy Warhols.

Verfügbarkeit auf DVD

Die ersten zwei Staffeln von Veronica Mars sind in den USA auf DVD erhältlich. In Deutschland sind noch keine DVDs zur Serie erschienen.

Online-Ressourcen

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