USA, 2004–?, Drama. Ca. 43 Minuten pro Episode. 22 Episoden in der ersten, 24 in der zweiten Staffel.
Die Serie wurde im Original von House, M.D. in House umbenannt.
In den USA läuft seit Anfang September 2006 die dritte Staffel auf FOX.
In Deutschland wird die erste Staffel als „Dr. House“ seit dem 9. Mai 2006 dienstags um 22:15 Uhr bei RTL ausgestrahlt.
Gregory House (Hugh Laurie) ist Diagnostiker an einem Lehrkrankenhaus der Universität Princeton (New Jersey, USA). Mit einem Team junger Ärzte untersucht er vor allem die besonders schwierigen Fälle. House ist zwar eine anerkannte Koryphäe auf seinem Gebiet, besticht aber durch einen Mangel an Benimm, der zu ständigen Reibungen mit seiner Umgebung führt. House drückt sich vor seinen Sprechstunden, da sie meist nur triviale Fälle enthalten, schockt mit seiner schonungslosen Offenheit Patienten und verprellt mit Beleidigungen und Sarkasmus seine Kollegen.
Krankenhausdirektorin Cuddy (Lisa Edelstein) gibt ihm dennoch meist Rückendeckung, weil sie um seine Fähigkeiten weiß. Einziger wirklicher Freund ist der Onkologe James Wilson, der ihn manchmal auch zum Einlenken bewegen kann, wenn seine Handlungsweise wieder einmal zu Auseinandersetzungen mit dem Rest der Welt geführt haben.
Nicht noch eine Arztserie, wird manch einer sagen. Ich empfehle diese trotzdem, da sie von gängigen Krankenhausdramen abweicht. Gewissermaßen als Gegenentwurf zu ER (Emergency Room) und dessen Nachahmern, die hektischen Alltag bei überforderten und übermüdeten Mitarbeitern nachstellen, bietet House pro Episode nur einen größeren Fall, der im geräumigen und edel eigerichteten Princeton-Hospital in aller Ruhe unter die Lupe genommen wird. Weder an Personal noch an Ausstattung mangelt es.
Houses bissige Sprüche erzeugen mehr Lacher pro Episode als so manche Sitcom (Vorgeschmack: Zitate bei IMDb). Spannend ist letzten Endes besonders der detektivische Aspekt, denn natürlich führen in den gezeigten Fällen Differentialdiagnose und die diversen Untersuchungen nie direkt zum Ziel. Es heißt, die Figur des Dr. House sei an Sherlock Holmes angelehnt, der ebenfalls einzig für die wirklich anspruchsvollen Fälle lebt, die ihm zugetragen werden. Konsequent drückt sich House dann auch vor dem langweiligeren Klinikalltag, der ihm allerdings oft genug Ideen für die Behandlung seiner schwierigen Fälle geben. Wegen einer Beinverletzung muß House mit einem Stock gehen und nimmt wegen der Schmerzen regelmäßig Tabletten. Obwohl er seine zynische Grundeinstellung in Bezug auf menschliche Schwächen pflegt (häufige Aussage: „everybody lies“), treibt er sein Team unermüdlich zu Höchstleistungen an, wenn es darum geht, Leben zu retten.
Die einzelnen Episoden funktionieren streng nach einem gewissen Schema, das sich stets wiederholt. Manchem ist dies zu gleichartig. Episodenübergreifende Handlungsstränge existieren auch (Milliardär Vogler greift in Staffel 1 in die Krankenhauspolitik ein, Houses Ex hat einen Auftritt in Staffel 2, und in Staffel 3 bekommt House Ärger mit dem Polizist Tritter).
Ich habe mittlerweile mal in eine Folge hineingesehen. Die bärige, brummelige Stimme der Hauptfigur paßt nicht zur Rolle. House lebt nun mal davon, ständig sarkastische Bemerkungen abzusondern, das verträgt sich nicht gut mit der gemütlichen deutschen Stimme.