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Buffy the Vampire Slayer / Buffy – Im Bann der Dämonen

USA, 1997–2003, Mystery / Horror. Ca. 43 Minuten pro Episode. 12 Episoden in der ersten, 22 Episoden in jeder der anderen sechs Staffeln.

„Buffy the Vampire Slayer“ (BtVS), auf deutsch „Buffy – Im Bann der Dämonen“, wurde von Joss Whedon erdacht. Die Serie folgt auf einen wenig erfolgreichen Kinofilm von 1992. Die Serie wurde in den USA bis Mai 2003 ausgestrahlt. Die ersten fünf Staffeln liefen dort auf WB, die letzten zwei auf UPN. Es gibt eine Spin-Off-Serie namens Angel. In Deutschland wurden bereits alle Staffeln auf ProSieben ausgestrahlt.

Inhalt

Buffy Summers (Sarah Michelle Gellar), 16, zieht mit ihrer alleinerziehenden Mutter in die kalifornische Kleinstadt Sunnydale. Dort erfährt sie, daß sie die Jägerin ist, eine Kämpferin für das Gute gegen Dämonen, Vampire und andere Monster. Sie steht in einer langen Tradition von Auserwählten, die jeweils nach dem Tod der letzten Jägerin berufen werden. Der Jägerin steht ein Wächter zur Seite, der sie berät – in Buffys Fall Rupert Giles (Anthony Head), der britische Bibliothekar ihrer Schule. Sunnydale selbst ist ein mystischer Ort: der Höllenschlund, der das Böse anzieht, Dämonen und Vampire treiben hier ihr Unwesen. Buffy freundet sich mit Willow Rosenberg (Alyson Hannigan) und Xander Harris (Nicholas Brendan) an, die ihr in ihrem Kampf beistehen. Der mysteriöse Fremde Angel (David Boreanaz) und Buffys snobistische Mitschülerin Cordelia (Charisma Carpenter) komplettieren das Ensemble.

Naturgemäß ändern sich sowohl Hauptdarsteller als auch ihre Lebensumstände in einer über sieben Jahre laufenden Serie.

Kommentar

Nun, wer nur obige Inhaltsangabe liest, muß die Serie zwangsläufig als Bockmist abtun. Zumindest erscheint sie als ungeeignet für Erwachsene. Tatsächlich weiß Buffy aber durch clevere Dialoge und Umkehren des gängigen Horrorklischees „junge blonde Frau wird zum Opfer“ zu überzeugen. Neben dem Wortwitz und den zahlreichen Anspielungen auf Popkultur rücken die Monster aber oft genug in den Hintergrund. Das Erwachsenwerden allein ist schwierig genug.

Die Spezialeffekte sind meist ordentlich und steigern sich mit dem wachsenden Budget der Serie über die Jahre. Zuletzt wurde auch immer wieder CGI eingesetzt, was nur manchmal zu peinlichen Ausrutschern führt.

Kleine Ungereimtheiten bei der Logik muß man wegstecken. So unternimmt etwa niemand etwas gegen die hohe Todesrate der Kleinstadt Sunnydale, wenn Buffy nachts patrouilliert ist sie eher unpraktisch gekleidet und die Unterstützung von Buffy und ihren Mitstreitern durch den finanziell gut gestellten Rat der Wächter fällt so mager aus, daß es die Einsatzfähigkeit unnötig einschränkt.

Die Serie macht starken Gebrauch von Handlungsbögen, die jeweils die ganze Staffel umfassen und teilweise sogar staffelübergreifend sind. Außerdem ist von Staffel zu Staffel eine Veränderung der Personen festzustellen. Deswegen sollte die Serie unbedingt komplett und in der richtigen Reihenfolge gesehen werden.

Die ersten drei Jahre der Serie unterscheiden sich stark von den letzten drei. Die vierte Staffel in der Mitte stellt einen Wendepunkt dar. Gab es anfangs noch vergleichsweise viel zu lachen wurde die Serie danach immer düsterer und problembeladener – zu ihrem Nachteil, meiner Meinung nach.

Deutsche Synchronisation

Bei den Dialogen dieser Serie hatten die Verantwortlichen für die Synchronisation eigentlich nie eine Chance. Zuviele Anspielungen, zuviele Wortwitze, die einfach nicht übertragbar sind. Die typische „Buffy-Speak“ ist nur im Original vorhanden. Außerdem kommen einige der Sprecher den zu ihnen gehörenden Schauspielern nicht nahe genug. Klare Empfehlung: Wer genug Englisch versteht und über ausreichend US-Popkultur-Wissen verfügt, sollte unbedingt das Original sehen. Ein bißchen Stöbern in den Memorable Quotes from Buffy der IMDb gibt einen Vorgeschmack.

Verfügbarkeit auf DVD

Alle sieben Staffeln der Serie sind in Deutschland auf DVD erhältlich.

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