Dodgeball: A True Underdog Story Komödie 2004 USA 92 Min. IMDb.
Peter La Fleur (Vince Vaughn) ist der sympathische aber faule Betreiber des Fitness-Studios Average Joe's. Der Laden macht nur Verlust und droht, von der Studio-Kette des Konkurrenten White Goodman (Ben Stiller) übernommen zu werden. Anwältin Kate Veatch (Christine Taylor, Stillers Ehefrau) stellt fest, daß La Fleur 50000 Dollar benötigt, um die Übernahme abzuwenden. Mit der Verlierertruppe von regelmäßigen Gästen und Kate versucht Peter deswegen, ein Dodgeball-Turnier in Las Vegas zu gewinnen, bei dem genau diese Preissumme winkt. Doch Konkurrent Goodman bekommt davon Wind und tritt ebenfalls an.
Das Regiedebüt von Rawson Marshall Thurber ist eine weitere Variante der uramerikanischen Geschichte vom Außenseiter, der sich in scheinbar aussichtsloser Situation aufrappelt und das Beste aus sich herausholt. Die Sportart Dodgeball ist dem im deutschsprachigen Raum vermutlich bekannteren Völkerball am ähnlichsten. Auf die Schippe genommen werden Körperkult und Sportberichterstattung. Der Humor ist oft derb und auf Teenager ausgerichtet, der deutsche Filmtitel gibt darauf schon einen Vorgeschmack: Wer Spaß daran hat, daß Leute immer und immer wieder einen Ball ins Gesicht und andere Körperteile bekommen, ist hier richtig. Aber auch der cartoonartige Bösewicht, den Ben Stiller darstellt, macht Spaß, und natürlich die neurotische Verlierertruppe rund um La Fleur. Popcorn-Kino: ohne Anspruch, aber spaßig, wenn man sich auf die Art Humor einlassen möchte. Die Synchronisation hinterläßt einige Rätsel, insbesondere bei der Spiel-Kommentierung, Wortspiele rund um „balls“ lassen sich durch Rückübersetzung erahnen, sind aber letztendlich verzichtbar. Gastauftritte von Chuck Norris, Lance Armstrong, William Shatner sowie David Hasselhoff als Trainer des – in der deutschen Synchro sächselnden – deutschen Dodgeball-Teams „Blitzkrieg“ runden den Film ab.
Wertung: 80 %.