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Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter

Originaltitel: Eragon. Fantasy, USA 2006, 104 Min., Farbe. Dreharbeiten: August bis September 2005. Kinostart: USA 15. Dezember 2006, Deutschland 14. Dezember 2006. Verfügbarkeit Kaufvideo: USA 20. März 2007, Deutschland 29. April 2007. Freigabe: USA PG, Deutschland FSK:12. IMDb, Wikipedia, Rotten Tomatoes.

Inhalt

Der 17-jährige Eragon (Edward Speleers) wächst bei seinem Onkel auf, einem Bauern. Sein beschauliches Leben ändert sich jäh, als er im Wald ein blaues Ei findet, aus dem ein Drache names Saphira schlüpft (im Original von Rachel Weisz, in der deutschen Synchronisation von Nena gesprochen). Vom Drachen und dem Geschichtenerzähler Brom (Jeremy Irons) erfährt Eragon, daß er auserwählt sei, Saphiras Drachenreiter zu sein. Der böse König Galbatorix (John Malkovich) hat viele Drachen und ihre Reiter töten lassen, und so ist auch Eragon in Gefahr. Nachdem sein Onkel von Galbatorix' Soldaten getötet wurde, zieht er mit Brom und Saphira los, sich einer Widerstandsgruppe anzuschließen. Eragon träumt ständig von einer Frau, die seine Hilfe braucht. Entgegen der Ratschläge seiner Begleiter macht er sich auf, ihr zu helfen. Schließlich kommt es zur Schlacht gegen die Urgals, Verbündete des Königs.

Kommentar

Vom Regiedebütanten Stefan Fangmeier nach der 2004 erschienenen Romanvorlage „Eragon“ von Christopher Paolini inszeniert, spielt Eragon in einer typischen Fantasy-Welt, die an ein mittelalterliches Europa mit allerlei magischen Einwohnern erinnert, den üblichen Drachen, Elfen und Monstern. Die Geschichte des Jungen mit besonderen Fähigkeiten, der bei seinem Onkel wohnt, aber nach dessen gewalttätigem Tod von einem weisen älteren Mann auf eine Reise mitgenommen wird, erinnert stark an Luke Skywalker aus „Krieg der Sterne“. Die Träume, die der Held Eragon erlebt, haben etwas von denen, die Frodo aus „Der Herr der Ringe“ auf dem Weg nach Mordor plagen.

Der Film leidet dann eben auch genau darunter, daß die Geschichte nur eine weitere Variante oft gesehener bzw. gelesener Versatzstücke ist, ohne interessante eigene Zutaten beizusteuern. Die mangelnde Originalität schlägt sich bis zu den Details durch – der Drache ist ein Saphirdrache (so weit, so gut) und heißt allen Ernstes Saphira. Der mit etwa 100 Millionen US-Dollar teuer hergestellte Spielfilm läßt nur an einigen Stellen durchblitzen, wo das Geld geblieben ist. Die durchaus fähigen Darsteller (außer Irons und Malkovich auch Robert Carlyle und Djimon Honsou) können aus den Dialogen, die nur auf vorhersehbare Weise den Plot vorantreiben, auch nichts Besonderes schaffen. Wie so oft in Fantasy-Werken verlassen sich die Macher auf die Wirkung der exotischen Welt, in der ihre Geschichte spielt, und vernachlässigen dafür diese Geschichte und ihre Protagonisten.

Unbefriedigend bleibt auch, ohne zuviel verraten zu wollen, daß auf gewisse Dinge angespielt wird, die offensichtlich erst in einer Fortsetzung aufgeklärt werden sollen.

Titellied „Keep Holding On“ von Avril Lavigne.

Fazit: Für jüngere Zuschauer durchaus ein spannendes Kinoerlebnis, ältere schauen sich vielleicht doch besser nochmal die Ringe-Trilogie von Peter Jackson an.

Wertung: 40 %.