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Eins, zwei, drei / One, Two, Three (1961)

Filmdetails Komödie. USA 1961. Schwarz-Weiß. 104 Minuten. Starttermin: 15. Dezember 1961 (USA), 18. Dezember 1961 (Westdeutschland). FSK: Freigegeben ab sechs Jahren. Regie: Billy Wilder.

DVD-Details Erschienen am 22. Juni 2004. Ton: Deutsch, englisch, französisch, spanisch, italienisch (alle Mono). Bildformat 1:2,35. Untertitel: französisch, niederländisch, schwedisch, finnisch, griechisch (aber keine deutschen oder englischen). Extras: keine.

Inhalt Deutschland 1961, vor dem Bau der Berliner Mauer: C. R. MacNamara (James Cagney) ist Leiter des West-Berliner Coca-Cola-Werks. Er träumt zwar vom Job des europaweiten Chefs in London, aber sonst ist sein Leben angenehm. Er wohnt mit Frau (Arlene Francis) und Kindern in einem schönen großen Haus, hat eine attraktive Sekretärin (Lilo Pulver), und seine Angestellten sind auf Zack. Er hat sogar Verhandlungen mit den Sowjets aufgenommen, um Coca Cola auch hinter dem Eisernen Vorhang zu verkaufen. So will er auch endlich die Beförderung nach London bekommen.

In diese Idylle platzt allerdings ein Anruf des weltweiten Coca-Cola-Chefs aus Atlanta, Wendell P. Hazeltine (Howard St. John). Der möchte keine Geschäfte mit den Sowjets machen, dafür aber seine 17-jährige Tochter Scarlett (Pamela Tiffin) bei den MacNamaras einquartieren. Die heißblütige Südstaatenschönheit macht eine ausgedehnte Europa-Reise und hat ein Händchen dafür, sich bei jedem Aufenthalt unsterblich zu verlieben.

Natürlich bleibt das auch in Berlin so. Allerdings ist diesmal auch MacNamaras Job in Gefahr – Scarlett hat heimlich geheiratet, und der ahnungslose aber besorgte Vater kündigt überraschend seine Ankunft in Berlin an. Nun bleiben MacNamara nur noch wenige Stunden, um die Situation zu retten. Dabei muß er sich unter anderem mit seiner meuternden Familie, sowjetischen Limonadenkommissaren und adeligen Toilettenwärtern herumschlagen.

Kommentar zum Film Der Film ist meine Lieblingskomödie, obwohl er bereits über 40 Jahre alt ist. Er ist extrem schnell und voll gespickt mit intelligenten Dialogen. Bis in die Nebenrollen perfekt besetzt sind die skurillen Charaktere verschiedenster Nationalitäten und Ideologien. Sie alle, Deutsche, Russen, Amerikaner, bekommen vom Kosmopoliten Wilder treffsicher ihr Fett weg.

Bei der Erstaufführung traf der Film nicht den Zeitgeist. Die Mauer war gerade aufgebaut worden, und lachen mochte man nicht über den Ost-West-Konflikt. Erst in den 1980er Jahren wurde Wilders Komödie auch an den Kinokassen zum Erfolg.

Punkte Film: 5 von 5.

Kommentar zur DVD Das Bild ist scharf, der Ton angeblich verbessert worden, und tatsächlich sind beide für einen Film von 1961 sehr gut. Das völlige Fehlen irgendwelcher Extras ist allerdings traurig. Zumindest Lilo Pulver und Pamela Tiffin hätte man noch über die angeblich turbulenten Dreharbeiten befragen können. Die politische Situation rund um den Film gibt auch genügend Stoff her, den man in irgendeiner Form hätte dokumentieren können.

Punkte DVD: 2 von 5.

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