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Die Einsteiger (1985)

Filmdetails Komödie. Bundesrepublik Deutschland 1985. Farbe. 99 Minuten. Starttermin: 3. Oktober 1985. FSK: Freigegeben ab sechs Jahren. Regie: Siggi Götz.

DVD-Details Erschienen am 5. November 2001. Deutsch, Dolby Digital 2.0 mono. Bildformat 1:1,66. Extras: Vorwort von und Interview mit Mike Krüger, Presseheft, Fotogalerie. EAN 4038637100615.

Inhalt

Mike (Mike Krüger) hat den Video-Integrator erfunden, ein Gerät, mit dem man sich in einen laufenden Film versetzen kann. Zusammen mit Freund Tommy (Thomas Gottschalk) macht er ausgiebig Gebrauch davon. Italowestern, die ersten zwei Indiana-Jones-Filme, „Tanz der Vampire“, „Rocky“ oder „Der Clou“ werden von beiden besucht. Ein japanischer und ein deutscher Elektronikkonzern bekommen allerdings Wind von der Erfindung und versuchen, den beiden das Gerät abzujagen.

Kommentar zum Film

Genau wie die drei Vorgängerfilme „Piratensender Powerplay“ (1982), „Die Supernasen“ (1983) und „Zwei Nasen tanken Super“ (1984) ist dieser vierte und letzte Supernasenfilm ein Vehikel, um Krüger- und Gottschalk-typische Kalauer aneinanderzureihen. Es wird etwas mehr Aufwand betrieben, insbesondere bei den Einsteigerszenen, in denen andere Filme nachgespielt werden. Allerdings sind Drehbuch, Schauspielerei und Inszenierung gewohnt dilettantisch. Warum die beiden sich ständig freiwillig in Gefahr begeben, wieso Mike Krüger ohne Beweise für das Verschwinden einer Person verantwortlich gemacht wird und warum die Fernbedienung sich manchmal aufladen muß und dann wieder doch nicht bleibt ein Rätsel.

Umso nachvollziehbarer hingegen, daß die Hauptdarsteller an sich selbst gedacht und sich in ihrer Nebenfunktion als Drehbuchautoren zahlreiche Szenen ins Skript geschrieben haben, in denen sie mit attraktiven Frauen herummachen dürfen. Die Schleichwerbung für Bifi-Wurst und Puma-Kleidung nervt allerdings ein wenig.

Eine ganze Riege von mehr oder minder meist aus dem Fernsehen bekannten Darstellern rundet das Ensemble ab: Anja Kruse für eine kleine Liebesgeschichte mit Thomas Gottschalk, Gerd Baltus als ihr Ehemann und Konzernmanager mit Urlaubsbedarf, Werner Kreindl als Kommissar, Udo Kier als Dracula-Verschnitt Graf Frackstein, Corinna Drews ist die zu rettende Blondine im Indiana-Jones-Teil, Kurt Weinzierl schwuchtelt Mike Krüger in allen Filmeinspielern hinterher, Jochen Busse hat eine Quasi-Statistenrolle als Zeitungsleser, u. s. w.

Oliver Onions steuert seichten 80er-Pop bei. Die Ohrwurmqualität einiger ihrer Lieder aus Filmen mit Bud Spencer und Terence Hill erreicht „Supernoses“, ihr Gesangsbeitrag zu „Die Einsteiger“, jedenfalls nicht. Außerdem kommt das Lied „Agadoo“ von Black Lace vor.

Fazit: Wer den Film von damals kennt und in Nostalgie schwelgen möchte, wer eine Schwäche für deutsche Klamaukfilme der Achtziger hat oder einfach nur unheimlich betrunken ist, könnte auf seine Kosten kommen. Ansonsten unbedingt meiden. Persönlich mag ich den Film, weil ich ihn als Kind gern gesehen habe, aber objektiv betrachtet ist er einfach Mist.

Punkte: 1 von 5.

Kommentar zur DVD

Bild und (Mono-)Ton sind mäßig, aber das ist bei einem Film aus dieser Zeit zu erwarten. Am Zusatzmaterial wurde geknausert. Neben Mike Krüger hätte sich ruhig auch Thomas Gottschalk in einem Interview äußern können. Das Krüger-Interview ist zwar etwas steif und scheint mit einer Uraltkamera aufgenommen worden zu sein, ist aber inhaltlich recht interessant. Krüger erzählt, daß Karl Spiehs die Idee für eine Kooperation von Krüger und Gottschalk in einem Film hatte. Man erfährt, daß der Begriff Supernasen die Idee von Gottschalks Frau Thea war. Krüger erwähnt, daß Gottschalk und er mit den Nasenfilmen aufhören wollten, als der Erfolg noch da war, anders als Bud Spencer und Terence Hill. Er könne sich jedoch einen erneuten Film vorstellen, wenn das Drehbuch stimmt.

Punkte: 2 von 5.

Links

„Die Einsteiger“ bei der Internet Movie Database (IMDb).